Chronik des heutigen Blas-, Tanz- und Unterhaltungsorchesters KWH e.V.

Die zusätzlichen Beiträge und Fotos sind über die Symbole in den Zeilen, oder als Rundgang über die Schalter am Seitenende erreichbar.
2008-2002
29.01.2008
Kurz vor seinem 96. Geburtstag verstarb das Ehrenmitglied Walter Schmidt. Am 13.02.1912 geboren, er gehörte als einer der ersten Musiker zu denen, die nach dem 2. Weltkrieg den Erhalt des Orchesters sicherten und war noch lange Jahre aktiv dabei. Bereits in den 1930-er Jahren gehörte er dem Klangkörper, damals Werksorchester der HESCHO, an.

24.03.2007
Auf der Vollversammlung des Blasmusikverbandes Thüringen wurde Steffen Weber – Freytag zum neuen Landesmusikdirektor gewählt.

01.03.2005
Das Ehrenmitglied Richard Bernard verstarb kurz vor seinem 99. Geburtstag.

07.04.2002
Das diesjährige Kaffeekonzert - erstmals zusammen mit den "Singenden Holzländern" - fand wieder große Anerkennung. Im Rahmen des Konzertes wurde der bisherige Dirigent Fritz Winter verabschiedet und der neue Dirigent Steffen Weber vorgestellt.

21.02.2002
In der Jahresmitgliederversammlung wird der Beschluss gefasst, die Geschichte des Orchesters neu zu erforschen. Die Jahre 1934 bis 1947 wurden zuerst durch die sowjetische Besatzungszone, dann durch die DDR Offiziellen, nicht als Gründungsjahr angesehen. Die Nazizeit sollte verschwiegen werden, ebenso die Zeit zuvor. Gerade in dieser Zeit brachten die Mitglieder des Orchesters den Menschen etwas Freude. Es stellte sich in neuen Forschungen herausstellen, dass die 1934 gegründete Kapelle und das 1947 neu gegründete Orchester der gleiche Klangkörper waren. Ebenso die Musiker, die 1930 bereits mit den Spielmannszügen des Turnerbundes auftraten. Das heutige Blas-, Tanz- und Unterhaltungsorchester kann somit auf eine über 70-jährige Geschichte zurückblicken.

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2000-1989
Visitenkarte aus der Wendezeit.

Visitenkarte aus der Wendezeit.
Nach 10-jähriger Tätigkeit schied Otto Weber 1990 aus gesundheitlichen Gründen als Orchesterleiter aus. Diesen Umstand und die gesellschaftliche Wende verkraftete das Orchester relativ problemlos.Die künstlerische Leitung übernahm Fritz Winter. Er war für das Orchester schon seit 1963 in der Nachwuchsausbildung tätig und arbeitete bei den Bühnen der Stadt Gera.
Das "Blas-,Tanz- und Unterhaltungsorchester Keramische Werke Hermsdorf e.V." ist seit 1992 im Vereinsregister eingetragen. Sein Ziel besteht in der Pflege und Erhaltung der Blasmusik, insbesondere auch in der Nachwuchsausbildung. Stefan Acker wurde zum Vorsitzenden des Vereines gewählt.
Der Verein organisiert seit 1992 zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Waldeck das nun schon zur Tradition gewordene Waldecker Buchenfest.
Am 12.06.1993 stellt die Maibaumgesellschaft Hermsdorf e.V. und die Stadt Hermsdorf im Rahmen des Maibaumsetzens ein eigenes Blasmusikfest auf die Beine, an dem auch das Orchester teilnimmt. Gäste sind unter anderen auch die Feuerwehrkapelle aus Nizza.
Im gleichen Jahr gastierte das Blas-, Tanz- und Unterhaltungsorchester Keramische Werke Hermsdorf e.V. in der Partnerstadt Lahnstein zu den "Hermsdorf-Lahnsteiner-Musiktagen".
Vom 25. bis 27.08.1995 fand das erste "Blasmusikfest des Saale - Holzland - Kreises" statt, welches durch das BTU organisierte wurde. Im großen Festzelt präsentierten sich, nahezu 200 Musiker befreundeter Vereine aus dem Saale-Holzland-Kreis und weiteren Regionen aus Thüringen in einem zweistündigen Konzert den interessierten Publikum.
Das Blas-,Tanz- und Unterhaltungsorchester Keramische Werke Hermsdorf e.V. errang im Jahr 1996, zum Wertungsspiel in Gleichamberg, die höchste, der dort vergebenen Auszeichnungen. Von mehr als 20 Orchestern des Landes Thüringen wurde das Prädikat Oberstufe mit Auszeichnung erreicht. Es war das einzige Orchester, dem die Jury dieses hohe Prädikat zuerkannte.
Das Orchester wurde neben wenig anderen Vereinen auserwählt, den Saale - Holzland - Kreis beim Thüringer Sommerfest (12. - 15.06.1997) in Bonn zu vertreten.
Der langjähriger Dirigent Willy Greim verstarb am 24.12.2001.

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1989-1980
Durch ständigen Zugang von jungen Nachwuchsbläsern konnte das Orchester nahezu ohne Qualitätsverluste verjüngt werden. Im Jahr 1980 schied Kurt Liebau † aus gesundheitlichen Gründen als musikalischer Leiter aus. Die Direktion übernahm von da an Otto Weber , der jahrelang erster Flügelhornist im Orchester war und sich im Rahmen der Weiterbildung zum "Leiter des künstlerischen Volksschaffens" auf dem Gebiet der Blasmusik qualifizierte.
In diesem Jahr trat das Orchester 1981 anläßlich des X. Parteitages der SED in Berlin auf. Auch danach wuchsen die Anforderungen ständig. Daher wurden zusätzlich - zu den in den 1970er Jahren entstandenen Orchesterformationen - zwei Bläsergruppen und eine Instrumentalgruppe gebildet. Seine Heimstätte hatte des Ensembles bis zur Wende im Kulturhaus "Völkerfreundschaft" der Keramischen Werke Hermsdorf. Durch die zwangsläufig entstandene Neuorientierung des gesamten Ensemble und des Nachwuchses erfolgte die Gründung eines Pionier- und Nachwuchsorchesters.
Etwa um 1982 wurde folgende Visitenkarte verwendet - die Nummer nicht anrufen - sie ist Geschichte, wie die Karte selbst. Rechts das heutige Logo des Orchesters.

 

Zu den 20. Arbeiterfestspielen im Bezirk Gera 1984 konnte das Orchester die Einstufung "Sonderstufe" verteidigen. Zu den Arbeiterfestspielen konnte nicht das gesamte Orchester teilnehmen, es wurde hier durch eine Instrumentalgruppe "Ensemble der Werktätigen" vertreten. Auch diese Gruppe konnte eine Goldmedaille für das Orchester erringen. Nich nur diese "großen" Auftritte zählten in den 1980-er Jahren zu den Aufgaben des Orchesters. So wurden regelmäßig - schon seit den 1970-er Jahren - Konzerte im Kurpark Bad Klosterlausnitz gegeben, zu Umzügen, Maibaumsetzen und verschiedenen Festen gespielt.
Nicht nur im nahen Umkreis machte sich das Orchester vom Kombinat VEB Keramische Werke Hermsdorf einen Namen. Zum Beispiel erfolgte ein Auftritt des Klankörpers im Kulturaustausch zwischen der DDR und der Sozialistischen Republik Rumänien. Vom 19. bis 29. Mai 1985 gastierte das Orchester im Partnerbezirk Timisora. Auch hier wurde das Orchester zu den Konzerten begeistert empfangen.

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1979-1972
Im Jahr 1972 feierte das Orchester sein 25-jähriges Bestehen - bezogen auf die "Neugründung 1947". In diesen 25 Jahren trug es wesentlich zur Entwicklung der Blasmusik im damaligen Bezirk Gera und darüber hinaus bei.
Im Jahr 1973 erreichte das Hermsdorfer Orchester das Prädikat "Sonderstufe" beim Bezirksleistungsvergleich.
Mitte der 70 er Jahre war es möglich, aus dem zum Orchester gehörenden Jugendblasorchester junge Musiker in das Orchester umzusetzen. Außerdem konnten verschiedene Bläser wegen ihrer sehr guten Leistungen an Musikhochschulen delegiert werden.
Zu den regelmäßigen Veranstaltungen 1974 / 1975 des Orchesters gehören auch die Kurkonzerte im Kurpark Bad Klosterlausnitz.

1976 wurde das 100 jährige Jubiläum der Bahnstrecke Gera - Weimar gefeiert. Aus diesem Anlass fuhr am 03.07.1976 ein Traditionszug die Strecke. Das Orchester - hier unter der Stabführung von Richard Wiedemann - spielte auf.
Das Blasorchester nahm am 1977 zentralen Leistungsvergleich der DDR teil und errang das Prädikat "ausgezeichnet ".

Auch an den 17. Arbeiterfestspielen 1978 in Suhl wurde wieder teilgenommen, eine Goldmedaille wurde dem Orchester hier aber verwehrt. Obwohl die damaligen Juroren dem Orchester die Goldmedaille zuerkannte, wurde diese auf Weisung der damaligen Parteiführung einem anderen Orchester übergeben (Wunsch des SED Bezirkschefs Herbert Ziegenhahn), statt der Goldmedaille gab es eine Urkunde.



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1971-1960
Auf Grund der vielen Aufgaben, die das Orchester zu bewältigen hatte, wurde 1962 Kurt Liebau als hauptamtlicher Orchesterleiter eingesetzt. Durch sein konsequentes Auftreten profilierte sich das Orchester und spielte nun ausschließlich Blasmusik. Jetzt zeigten sich auch die ersten wesentlichen Erfolge. Das Orchester wurde "Ausgezeichnetes Volkskunstkollektiv der DDR". Dies war natürlich auch ein Ergebnis kontinuierlicher, harter und zielgerichteter Probenarbeit.
Das Orchester bekam nunmehr vielseitige Aufgaben in allen musikalischen Bereichen des Betriebes, im Kreis und darüber hinaus übertragen. Aus dem bestehenden Orchester bildete sich jetzt ein Blas- und Tanzorchester, zwei Instrumentalgruppen, eine Salonbesetzung und zwei Tanzmusik-Combos heraus.
Zu dieser Leistungssteigerung kam es auch durch die Unterstützung durch Berufsmusiker der Bühnen der Stadt Gera. Zwischen dem Orchester und den Musikern des Geraer Theaters wurde ein Patenschaftsvertrag abgeschlossen. Da zur damaligen Zeit die Musikschulen des Kreises keine Blasmusiker ausbildeten, war der Schwerpunkt des Patenschaftsvertrages die Ausbildung des Nachwuchses. Außerdem leisteten verschiedene Komponisten aus Gera eine unentbehrliche Hilfe bei der Einstudierung von Auftragswerken, neuer, moderner Blasmusik und der Pflege des kulturellen Erbes.
Im Ergebnis der Zusammenarbeit mit den Komponisten aus Gera und dem Patenschaftsvertrag mit den Musikern der Bühnen der Stadt Geraer konnte das Orchester 1965 zum ersten Mal an den 7. Arbeiterfestspielen teilnehmen. Von da an erfolgte die Teilnahme an den Arbeiterfestspielen regelmäßig. Zu den 13. Arbeiterfestspielen, die 1971 in Leipzig durchgeführt wurden, errang das Orchester eine Goldmedaille.

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1953-1938
1953
Der frühere Militärmusiker Richard Wiedemann übernahm die Leitung des Orchesters.

1952
Im Jahre 1952 bildete sich aus der Generaldirektion der SAG ( Sowjetische Aktiengesellschaft), der VEB (Volkseigene Betrieb) Keramische Werke Hermsdorf. Die bis dahin erfolgte sehr gut Unterstützung durch den Betrieb konnte weiter fortgesetzt werden. So organisierte der Betrieb ein sehr umfangreiches Notenarchiv und einen guten Bestand an Instrumenten. Dies führte dazu, dass sehr viele junge Musiker, vorwiegend Bläser, zum Orchester kamen. So wurde das altersbedingte Ausscheiden von Orchestermitgliedern ausgeglichen und der Wandel zur Blasmusik gefördert.

1952 bis 1947
Nach dem 2. Weltkrieg vollzog sich im Jahr 1947 eine Neugründung. Neugründung deshalb, weil durch die sowjetische Besatzungszone und später die DDR alles aus und vor der Zeit des Nationalsozialismus ausgelöscht wurde. Dabei wurde das Orchester auf Initiative des damaligen sowjetischen Generaldirektors der SAG ( Sowjetische Aktiengesellschaft), Jessakow, ins Leben gerufen. Besonders die gesellschaftlichen Veranstaltungen der damaligen Militäradministration in Hermsdorf verlangten die notwendigen musikalischen Umrahmungen. Aber die Lust an der Musik war natürlich der Hauptgrund für diesen Zusammenschluss. Mit der Vorstellung eines Salonorchesters wurde so das ''Orchester derKWH Hermsdorf'' gegründet. Dieser Name wurde gewählt, da die späteren Keramischen Werke Hermsdorf zur damaligen Zeit noch "Betriebe der Sowjetischen Aktiengesellschaft" hießen. In dieser Phase der "Neugründung" des Orchesters bestand die Besetzung noch überwiegend aus Streichinstrumenten. Dies war auch der Grund dafür, dass außer der musikalischen Umrahmung von politischen Veranstaltungen, vorwiegend Salon- und Unterhaltungsmusik dargeboten wurde. Den ersten großen Auftritt hatte das Orchester zum 30. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution, im November 1947, unter der musikalischen Leitung von Willy Greim.
Mitglieder waren auch Musiker, die schon im Werksorchester der HESCHO gespielt hatten.
Aus dem Jahr 1949 und 1959 blieben zwei Artikel aus der Betriebszeitung erhalten.

1945 bis 1938
Foto vom April 1938 - vor dem Haus der Familie Schröter (Höntsch) Hermsdorf, Lessingstraße aufgenommen. Zum 25-jährigen Betriebsjubiläum von Walter Schröter (Lohnbüro) wurde ein Ständchen geblasen.

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1937-1930
1937 bis 1934 Im Jahr 1934 wurde die Werkskapelle der HESCHO neu formiert. Der Leiter (Stabführer) der Kapelle war zu dieser Zeit Fritz Hertl. Der Aufbau des Klangkörpers war zur Zeit dem Nationalsozialismus angepasst. Was in den Uniformen und der Organisation seinen Ausdruck fand.

1931 Im Jahr 1931 trug die Werkskapelle der HESCHO die Bezeichnung Musik-Kapelle-Hermsdorf .

1933 bis 1930 Aus den beiden Jahren gibt es Fotos der Werkskapelle von gemeinsamen Aufmärschen mit dem Spielmannszug des Turnerbundes. Zu dieser Zeit erfolgten die Auftritte in Zivil.

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1897
1897 Die "Köppingsche Kapelle" spielte zur Einweihung des Rathauses im Jahr 1896. Anhaltspunkte, ob es sich dabei um das Werksorchester handelt gibt es nicht. Die Porzellanfabrik Hermsdorf wurde 1890, damals mit noch relativ geringer Beschäftigtenzahl, gegründet. Es ist anzunehmen, dass es sich noch nicht um eine Werkskapelle handelte, zeigt aber - in Hermsdorf wird von je her Blasmusik gemacht.



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© Stefan Lechner

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